Bleiben Sie auf dem Laufenden! Auch hierfür sorgen wir!

Baden-Württemberg erhöht Pflichtanteil erneuerbarer Energien im EWärmeG

Neuerungen im EWärmeG im Überblick

Wie bisher soll das Gesetz dann greifen, wenn der Heizkessel eines Gebäudes ausgetauscht wird. Der Pflichtanteil an erneuerbaren Energien wird aber von derzeit 10 auf künftig 15 Prozent erhöht und der Anwendungsbereich auch auf Nichtwohngebäude wie Krankenhäuser, Bürogebäude oder Hotels ausgedehnt. Derzeit müssen nur die Eigentümer von privaten Wohngebäuden die Vorgaben des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes beachten. Bislang knüpften die Verpflichtungen nach dem Wärmegesetz zudem nur an die Möglichkeit an, eine Solarthermie-Anlage einzubauen. Wenn es also nicht möglich war, eine solarthermische Anlage einzubauen, musste keine andere Erfüllungsoption realisiert werden. Künftig sollen daher auch andere erneuerbare Heizungssysteme wie Holzpelletheizungen oder Wärmepumpen und auch Dämmungsmaßnahmen einzelnd aber auch in Kombination miteinander berücksichtigt werden können. Zudem lässt sich dann auch die individuelle Erstellung eines Sanierungskonzepts anrechnen.

 

Vorschriften zum Erreichen des solarthermischen Pflichtanteils

Um einen solaren Deckungsanteil von 15 % am Wärmebedarf eines mittleren Ein- oder Zweifamilienhauses zu erreichen, wird es nun erforderlich, Solarthermie neben einer Trinkwassererwärmung auch zur Heizungsunterstützung einzusetzen. Als pauschale Berechnungsgrundlage sieht das neue EWärmeG vor, dass anstatt 0,04 nun 0,07 Quadratmeter (m2) Kollektorfläche je m2 Wohnfläche zu installieren sind. Bei Mehrfamilienhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten reicht aufgrund des geringeren Wärmebedarfs je m2 Wohnfläche und einer im Vergleich zur Wohnfläche knapper bemessenen Dachfläche eine Kollektorfläche von 0,06 m2 pro m2 Wohnfläche. Der höhere Wirkungsgrad von Vakuumröhrenkollektoren als Flachkollektoren wird mit einem Umrechnungsfaktor von 1,2 in das EWärmeG aufgenommen.

Letzte Sonnestrahlen vor dem Winter fangen!